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LIMBO LICHTSPIELE

Das Haus des Künstlers

Filmreihe, konzipiert von Agente Doble

In einem Zeitalter, das von Migration geprägt ist, der Allgegenwart von Technologie und Globalisierung, auf das Phänomen Künstlerhaus zu blicken und darüber zu diskutieren, fördert die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Wahrnehmungen der Idee von zu Hause und von Leben in Bezug auf Kunst und als solche zu Geschichte und zu früheren Gesellschaften und der jetzige. Mit Marguerite Duras könnte man behaupten, wenn das Zuhause die Geschichte unseres Lebens ist, ist es auch ein getreues Abbild der Geschichte unserer Zeit.

Die Idee des Hauses, seine Form und sein Inhalt wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts verändert und verändern sich bis heute wie nie zuvor, seitdem der Mensch aufhörte, in Höhlen zu leben. Die Mechanisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, sowohl in Bezug auf die Produktion von Baumaterialien und der Aufstieg des Proletariats führten zu einr ästhetischen und sozialen Revolution in Bezug auf das Leben. Die jüngste technologische Revolution öffnet heute neue Fenster in das Haus; Von unseren Wohnzimmern aus verbinden wir uns per Skype mit der ganzen Welt und die Unterscheidung zwischen Wohnung und Büro oder Studio wird geringer, wenn Wohnungen kleiner werden, geschrumpft durch die um sich greifende Gentrifizierung des Lebensraumes. Zwei Weltkriege und der Dekolonialisierungsprozesse fanden zwischen diesen Momenten statt, zusätzlich zum Aufstieg des Filmemachens als dokumentarisches Werkzeug, als Industrie und als eine künstlerische Praxis.

In dem hier vorgestellten Zyklus finden Film und Gesellschaft ihre Stimme im häuslichen Kontext, der von Erinnerung und Phantasie spricht, von Fetischen und Geschichte, von Liebe und Tod.


Freitag, 29.6.2018, 20 Uhr
Auftakt zu »Das Haus des Künstlers«
Michael. Regie: Carl Theodor Dreyer. Deutschland, 1924. 93 Minuten
Einführung von Beatriz Navas Valdés, Kuratorin der Filmreihe


Freitag, 6.7.18, 20 Uhr
A Bigger Splash. Regie: Jack Hazan. Grossbritannien, 1974. 106 Minuten


Freitag, 13.7.18, 20 Uhr
Trespassing Bergman
Regie: Jane Magnusson, Hynek Pallas. Schweden, 2013. 107 Minuten


Freitag, 27.7.18, 20 Uhr
Saute ma ville. Chantal Akerman. Belgien, 1968, 13 Minuten
Semiotics of the Kitchen. Martha Rosler. USA, 1975. 6 Minuten
A Breakdown (And) After The Mental Hospital. Anne Charlotte Robertson. USA, 1991, 26 Minuten
Whispering Pines 8. Shana Moulton. USA, 2008, 7 Minuten
Performance von Shana Moulton


Freitag, 3.8.18, 20 Uhr
True Story. Regie: Robert Frank. USA, 2004/08, 26 Minuten.
The Present. Regie: Robert Frank. USA, 1996, 27 Minuten.
Conversations in Vermont. Regie: Robert Frank. USA, 1969, 26 Minuten
Einführung von Dr. Ulrich Pohlmann, Leiter der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums


Freitag, 31.8.18, 20 Uhr
The House of Emak Bakia. Regie: Oskar Alegría. Spanien, 2012, 83 Minuten


Freitag, 7.9.18, 20 Uhr
The Seventh Walk. Regie: Amit Dutta. Indien, 2013, 70 Minuten


Freitag, 14.9.18, 20 Uhr
Mudanza (Umzug). Regie: Pere Portabella. Spanien, 2008. 20 Minuten
Einführung von Laura García Lorca, Direktorin der Lorca Foundation und Nichte von Frederico García Lorca


Tickets: 6,00 €, ermäßigt: 3,00 €, an der Museumskasse (an den Friday Late Abenden ist der Eintritt frei)