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Bibliothek, Boudoir, Speisesaal, Rauchzimmer

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Vom Empfangssalon führt ein Durchgang mit kassettiertem Tonnengewölbe und seitlichen Wandnischen, welche die Bibliothek Stucks beherbergten, in das Boudoir.

Hier begann im Anschluss an die Repräsentationsräume ehemals der private Wohnbereich mit einer opulenten Ausstattung an Tapisserien, Teppichen, Vorhängen und gepolsterten Möbeln, die im Zweiten Weltkrieg vernichtet wurden. In den Relieffeldern der metallen wirkenden Decke des Boudoirs vereinigte Stuck in Abgüssen antiker Bildwerke, Szenen aus der griechischen Mythologie zu einem »antiken Götterhimmel«. Das Relief im Zentrum der Decke zeigt Helena, die von Aphrodite überredet wird, Paris zu folgen, der mit einem geflügelten Eros spricht.

Das Speise- bzw. Wohnzimmer bildete einst in seiner Erinnerung an englische oder niederländische Dielen den Mittelpunkt der privaten Wohnräume Stucks. Der Saal öffnet sich nach Süden zu einer großen, überdachten Terrasse und zum Grün des Künstlergartens. Seine Dekoration bestand ehemals aus einer hohen Holzvertäfelung, in die weiß-grüne chinesische Fließen gefasst waren, einer Holzbalkendecke, Leuchtern mit Tiffanyglasschirmen und zahlreichen exotischen Sammlerstücken. Eine Holztreppe führte zu den darüber gelegenen Schlafzimmern.

Den Abschluss des privaten Wohnbereichs bildete der Rauchsalon, der mit »rotem Damast« ausgeschlagen und prunkvoll, u.a. mit einem geschnitzten Spiegelrahmen des jugendlichen Stuck, ausgestattet war. Diese gartenseitige Folge von drei Räumen ist aufgrund schwerer Kriegsschäden nicht mehr erhalten, sie dienen heute als Ausstellungsräume der Sammlungen des Museums Villa Stuck, in denen Gemälde und Plastiken Franz von Stucks, besonders seiner Frühzeit, gezeigt werden.