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Bis ans Ende der Welt und über den Rand – mit Adolf Wölfli

Materialien zur Ausstellung


Bis ans Ende der Welt und über den Rand – Die Zeitung

Die Zeitung zur Ausstellung „Bis ans Ende der Welt und über den Rand – mit Adolf Wölfli“ ist erschienen und kostenfrei im Museum Villa Stuck erhältlich.
Mit künstlerischen Beiträgen von Tania Bruguera, Allen Ginsberg, Thomas Hirschhorn, Judith Holofernes, Parzival', Franz von Stuck und Karl Valentin, sowie einem Abdruck der 1976 veröffentlichten „Gegenüberstellung der biographischen Daten Wölflis mit seiner imaginären Lebensgeschichte und der Entstehungsgeschichte seines Werkes“ von Elka Spoerri. Einführung: Roland Wenninger. Herausgeber: Michael Buhrs und Roland Wenninger. Gestaltung: superbüro, Biel/Bienne.
Die Zeitung vereint Beiträge von Künster*innen, die gesellschaftliche, politische oder persönliche Grenzen überschreiten und führt somit den auf Dialog angelegten Ansatz der Ausstellung fort. Die Publikation stellt Fragen zu Gleichheit und Gleichberechtigung, widerspricht dem Begriff des „Outsider-Künstlers und transportiert die Kraft der Kunst, gesellschaftliche Veränderungen in Gang zu setzen.
Auf wunderbare Art und Weise kann die Zeitung anhand einer beigefügten Bastelanleitung in ein farbiges Adolf-Wölfli-Riesen-Plakat verwandelt werden: die „Riesen=Stadt Robespierre in China“ aus dem Jahr 1910.



Neuauflage des Buches „Ein Geisteskranker als Künstler“

1921 veröffentlichte der Arzt und Psychiater Walter Morgenthaler das Buch „Ein Geisteskranker als Künstler“ – eine Monografie und Würdigung von Adolf Wölfli. Das Buch stellt eine publizistische Pioniertat dar, denn erstmals wird in ihm ein Geisteskranker als Künstler bezeichnet und mit seinem vollen Namen genannt. Zum 100-jährigen Jahrestag seines Erscheinens veranlasste die Adolf Wölfli-Stiftung Bern eine Neuauflage. Erhältlich ab August im Museum Villa Stuck.


Adolf Wölfi, „Kurze Lebensbeschreibung“

Meret Matter liest die „Kurze Lebensbeschreibung“ (1895) von Adolf Wölfli (1874-1930). Wölfli schreibt seine Lebensgeschichte im Jahr seiner Internierung 1895 in der Heilanstalt Waldau auf Veranlassung der Ärzte.
Produktion Frank Gerber, © Meret Matter, im Auftrag des Museums Villa Stuck, 2021.

Museum Villa Stuck · Kurze Lebensbeschreibung, Adolf Wölfli


Adolf Wölfli, „Der Absturz des eigenen Ich“

Meret Matter liest Auszüge aus den Heften „Von der Wiege bis zum Graab“ (1908-1912) von Adolf Wölfli (1874-1930). Auf mehr als 3000 Seiten deutet Wölfli seine eigene Biografie, die eng mit den Erfahrungen von Armut, Ausbeutung und dem Missbrauch anderer verknüpft ist, in eine imaginäre, glorreiche Zukunft um. Wölfli beschreibt, wie er mit seiner Familie die ganze Welt bereist und erzählt von seltsamen Abenteuern, Entdeckungen und furchterregenden Gefahren. In seinen Beschreibungen nimmt Wölfli auch Bezug auf seinen Missbrauch minderjähriger Kinder.
Produktion Frank Gerber, © Meret Matter, im Auftrag des Museums Villa Stuck, 2021.

Museum Villa Stuck · Der Absturz Des Eigenen Ich


Adolf Wölfli, „Trauer=Marsch“

Meret Matter liest Auszüge aus dem „Trauer=Marsch“ (1928-1930) von Adolf Wölfli (1874-1930). Der „Trauer=Marsch“ entsteht in den Jahren 1928-1930 und umfasst mehr als 8300 Seiten mit dicht beschriebenen Texten, Collagen und Zeichnungen. Diese Werk bildet sozusagen die Quintessenz von Wölflis Schaffen. Musik, Dichtung und Zeichnung gehen über in ein abstraktes, lautmalerisches Gedicht. Der Marsch endet unvollendet mit dem Tod des Künstlers.
Produktion Frank Gerber, © Meret Matter, im Auftrag des Museums Villa Stuck, 2021, unterlegt mit Abbildungen aus dem „Trauer=Marsch“, © Jann Averwerser und Adolf Wölfi-Stiftung, Kunstmuseum Bern.


Reden anlässlich der Online-Eröffnung am 28. April 2021

Michael Buhrs, Direktor

Katrin Habenschaden, 2. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München

Roland Wenninger, Kurator der Ausstellung


Pressestimmen

„Bis ans Ende der Welt. Arbeiten von Adolf Wölfli in München“
von Tobias Krone, Deutschlandfunk Kultur – Fazit. Kultur vom Tage, 27.4.2021

Museum Villa Stuck · Arbeiten von Adolf Wölfli in München, von Tobias Krone, Deutschlandfunk Kultur Fazit, 27.4.2021

„Im Wahnwitz: Die Art Brut von Adolf Wölfli“
von Roberta de Righi, Abendzeitung München, 11.5.2021
www.abendzeitung-muenchen.de